Kategorie: (Auto)Biografien
Die 1980er und 90er in Wien: Von dieser gerne als legendär gerühmten Epoche erzählen in Branntweiner, Blue Box und Bermuda Dreieck vierzehn Männer und vier Frauen, die meist zum Studium aus den Bundesländern kamen und uns in diesem Buch sehr persönliche Einblicke in ihre Jugendjahre verschaffen. Wobei sich durch die...
Die Biografie, gemeinsam von Mutter und Tochter geschrieben, erzählt das Leben von Herta Lueger. Herta wird 1947 im Burgenland geboren und zieht 1972 nach München. Dort arbeitet sie zunächst als gelernte Friseurin, bis sie in das sogenannte ‚Rotlichtmilieu’ einsteigt. Sie arbeitet als Domina und gründete Anfang der 1980er Jahre einen...
In der sehr gelungenen Romanbiografie nähern sich Barbara Sichtermann und Ingo Rose behutsam dem Leben der Alexandra Kollontai an. Am 19. März 1872 in eine gutbürgerliche adelige Familie hineingeboren, wurde sich Kollontai früh ihrer Privilegien in Bezug auf weitreichende Bildung aber auch ihrer Unterdrückung als Frau bewusst und suchte im...
Silke Maier-Witt gilt als eine der wenigen aus dem „engeren Kreis der RAF, die sich öffentlich selbstkritisch äußert“ und um Aussöhnung mit den Söhnen der Getöteten bemüht ist, konnte ich in dem Wikipedia-Eintrag unter ihrem Namen lesen. In ihrer Autobiographie schildert Silke Mayer-Witt ihre Kindheit im Schwarzwald, ihr distanziertes Verhältnis...
Hildegard Macha, geboren 1946, kann als emeritierte Professorin für Pädagogik und Erwachsenenbildung auf mehrere Jahrzehnte einer wissenschaftlichen Karriere zurückblicken. Einer ihrer Schwerpunkte war Gender und Diversity. Im Mittelpunkt dieser autofiktionalen Erzählung steht jedoch wider Erwarten die jahrelange schwere sexuelle Gewalt im Kindesalter durch den Vater und die massiven psychischen wie...
Die 38-jährige Erzählerin führt die Lesenden durch die vollgestopfte Wohnung ihrer Mutter, nachdem diese auf der Intensivstation im Alter von 69 Jahren verstorben ist. Bruder und Schwester, zwei Söhne, ein Partner und der Vater werden in die, einem Delirium ähnliche, Konfrontationstherapie eingeflochten und gleichzeitig ferngehalten. Die Protagonistin muss sich alleine...
Die bekannte deutsche Schauspielerin Caroline Peters hat einen autofiktionalen Roman über ihr persönliches Verhältnis zu ihrer Mutter Hanna geschrieben. Während und nach der Beerdigung ihres Vaters Bow versucht die Ich-Erzählerin, sich ihrer bereits einige Jahre zuvor verstorbenen Mutter durch Erinnerungen anzunähern. In bruchstückhaften Geschichten ohne verlässliche Zeitleiste rekonstruiert sie Auszüge...
Die Kunsthistorikerin und Ethnologin Agnés Humbert (geb. 1894) war Kämpferin in der Résistance, indem sie als Mitarbeiterin des Musée de l’Homme in einem Kreis von Intellektuellen eine Widerstandszeitung mitproduzierte und Kurierdienste leistete. Die Gruppe wurde jedoch bereits im Frühjahr 1941 inhaftiert und einige Männer wurden zum Tode verurteilt, während die...
Nachdem die Autorin Angelika Sinn beschlossen hat, ehrenamtlich im Bremer frauenzimmer, einem Tagestreff (mit einer Notunterkunft) für wohnungslose und andere in Not geratene Frauen zu arbeiten, gründet sie dort nach einem Jahr eine Schreibwerkstatt. Die Geschichten der Frauen berühren sie so, dass sie beginnt, einzelne wohnungslose (aber nicht auf der...
Es ist ein hübscher schmaler Band, mit vielen Bildern. Biografisches mischt sich mit Kunst- bzw. Fototheoretischem. Die Kriegsfotograf:innen Gerda Taro und Robert Capa gelten als die Schöpfer des modernen Fotojournalismus. Beide wurden an Kriegsschauplätzen bei der Arbeit getötet. Gerda Taro während des Bürgerkriegs in Spanien, des ersten Kriegs, bei dem...