Schlagwort: Georgien

Der Reproduktionsarzt

Eine lesbische Büchernärrin schwingt sich durch die Zeiten – durch die sowjetische Vergangenheit, die Gegenwart und das Jahr 2112. Die Konstante in den „Drei Leben der Marie Menard” ist die unauflösliche Verbindung zwischen Libido, Leselust und Übersetzen. Der Band enthält sechs Erzählungen der in Tiflis lebenden preisgekrönten Autorin, die ihr...

Nilpferd auf der Autobahn

Wütend rechnet die Autorin Tamar Tandaschwili in ihrem zweiten Roman mit Patriarchat, Frömmigkeit, Doppelmoral und Korruption im heutigen Georgien ab. Den Rahmen der Erzählung bietet der Austausch zweier Traumatherapeutinnen über ihre Berufserfahrungen. In schnellem Tempo reihen sich blitzlichtartig ins Surreale übergehende Geschichten über Tabubrüche, Selbstmord und Misshandlungen aneinander. Patriarchale Gewalt,...

Kaukasische Interviews

In den letzten Jahren gilt Georgien, ein kleiner Staat zwischen Kaukasus und Schwarzem Meer, als beliebtes touristisches Reiseziel. Die Zeitgeschichte bleibt allerdings, zumindest im deutschen Sprachraum, vergleichsweise unterbelichtet. Dieser Aufgabe nähert sich die in Tiflis geborene Philologin Natela Kopaliani-Schmunk mit einer Sammlung von Interviews an, die sie in Georgien aufnahm....

Kleinanzeigen

Auf den Kopf gestellte Kleinanzeigen bilden das Gerüst, in dessen Zwischenräumen die kargen, knapp gehaltenen Erzählungen Platz finden: Geschichten über Gewalt, Sexualität, Drogen, Sucht, Repression, Armut, Migration, über Überlebenskunst, erzählt aus einer weiblichen Perspektive. Blitzlichtartig tauchen Facetten des Überlebenskampfes im postsowjetischen, kriegsgeschüttelten Georgien auf, abwechselnd mit Überlebensstrategien im deutschen Exil....

Ein Blick ins Innere

So ein Buch fällt einer selten in die Hände. Dreizehn kurze Geschichten, geschrieben von dreizehn Autorinnen zwischen 27 und 50 Jahren, ermöglichen der Leserin einen Blick auf das Leben von Frauen in Georgien. Das Besondere an den Texten ist die Gleichzeitigkeit von Gegenwart und Vergangenheit, Tradition und Moderne, Realität und...

Das Abziehbild

Junge Georgier*innen, die in Amsterdam, einer Stadt ohne Vorhänge an den Fenstern, in der Drogen legal sind, versuchen, sich ihre Existenzen aufzubauen. Sie sind dem krisen- und kriegsgeschüttelten Georgien entflohen. Astamur, Ornithologe, ist dem Vogelzug der Nachtigallen aus dem iranischen Isfahan auf der Spur. Und sich selbst. Seit seiner frühen...

Aneinander gekettet

Ein kleines Dorf im von Mangel und Armut geprägten postsowjetischen Georgien. Versteckt vor den Augen der Öffentlichkeit zieht eine pensionierte Lehrerin ihre Enkelkinder auf: siamesische Zwillinge. Dem Tod der Großmutter folgt ein Hochwasser. Die beiden werden aus ihrem verhassten, aber behüteten Versteck fortgeschwemmt und finden sich in einem kargen Krankenhaus...

Verwirrung in Georgien

Tbilissi im Hochsommer: unerträglich heiß, und dann noch eine Tote. Die Kindergärtnerin Eliso wurde mit ihrem eigenen Bügeleisen erschlagen. Der unerfahrene Ermittler Wato kommt nicht und nicht voran. Es ist aber auch schwierig, sich gegen die verschworene Gruppe der Freund_innen von Eliso durchzusetzen. Storchi und Magda sind mit Eliso im...

Die Liebe muss eine Krankheit sein

Der 12-Jahre alten Nia geht es schlecht. Sie kann sich nicht konzentrieren, nicht schlafen, nicht essen und das alles nur aus einem Grund: Sie ist verliebt. Wir befinden uns in Tiflis, Ende der 50er Jahre und Nias Herz droht ihr in der Brust zu zerspringen, obwohl sie den Angebeteten bisweilen...

Koch-Literatur

In diesem hübschen Bändchen kombiniert die Sprachwissenschaftlerin Diana Anfimiadi literarischen Text mit Biografie und Kochbuch. Geschmackserinnerungen an Gerichte oder Lebensmittel stellen den jeweiligen Ausgangspunkt für anekdotische Erzählungen, Zitate, Überlegungen und Assoziationen ihrer „kulinarischen Biographie“ dar. Manchmal verliert sie dabei den Faden, „also kehre ich zur griechischen Küche zurück“. Sie reist...