Kategorie: (Auto)Biografien

Kernphysikerin voll Leidenschaft

1878 in Wien geboren, zeigte sich Lise Meitner bereits als Kind an Physik interessiert. Dank Lises Hartnäckigkeit und des Weltbildes ihrer Eltern konnte sie 1901 Physik, Mathematik und Philosophie an der Universität Wien studieren und 1906 in Physik promovieren. Danach wechselte sie nach Berlin. Hier fand sie mit dem Chemiker...

Starke Frauen erwünscht

Zu Beginn der Filmgeschichte waren Frauen in ausführenden Funktionen in der Filmproduktion tätig. Elvira Notari in Italien, Alice Guy-Blaché in Frankreich waren als Regisseurinnen und Produzentinnen von Anfang an mit dabei. So auch Louise Kolm-Fleck (1873-1950). Als Louise Veltée geboren – der Vater war als Schausteller in Wien erfolgreich –...

Ilse Frank, Frau Bauhaus

2019 feiert hundert Jahre Bauhaus. Diese vielseitige und einflussreiche Schule – manche sprechen von der wichtigsten Kunstbewegung der Moderne – wurde in Weimar als Schule für Design gegründet und positionierte sich unakademisch und revolutionär. Viele Frauen fühlten sich angezogen von der freien Atmosphäre und dem experimentellen Charakter. Der Bereich Architektur...

Wandel feministischer Positionen

Erica Fischer ist weltberühmt geworden als Autorin von „Aimee & Jaguar“, ist aber auch Mitgründerin von neuer Frauenbewegung in Österreich, Übersetzerin, Journalistin – und jetzt 76 Jahre alt. Sie hat im vorliegenden neuen Buch neun junge, deutschsprachige Feministinnen von heute zum Gespräch getroffen, um sich mit aktuellen feministischen Positionen auseinanderzusetzen....

Merkwürdige Begegnungen

Über das bisherige Leben der 1974 in Niederösterreich geborenen Schauspielerin Ursula Strauss ist in ihrer Autobiografie in drei großen Kapiteln zu lesen: Vom „Glückskind“ bis zum ersten Flug mit „Tante H. in Algerien“ schreibt sie im ersten Kapitel „Wie ich wurde“ über ihr Leben als Viertgeborene, die mit ihren drei...

Verstehen lernen

Sie hat immer noch das Gefühl, sie ist nicht die Tochter, die sich die Mutter wünscht: „Als Mitt-Zwanzigerin habe ich einmal meine Mutter gefragt, was ihr lieber wäre: wenn ich heiraten würde oder den Nobelpreis bekäme. Alles, was sie darauf erwidert hat, war: ‚Sei doch nicht lächerlich!‘“ Die amerikanische Autorin...

Freiwillig in den Höllen der Nazi-Lager

Schwer vorstellbar, dass sich eine 18-Jährige begeisterte italienische Faschistin, Tochter eines Staatssekretärs der Republik von Salò, gegen den Willen ihrer Eltern im Februar 1944 nach Nazi-Deutschland aufmacht. Das Buch von Luce d‘ Eramo ist nicht leicht zu lesen wegen der Härte der behandelten Themen. Ihr gelang es gut die richtigen...

Ausgewandert

Im Rückblick auf ihre Kindheit in einer ostdeutschen Kleinstadt beschreibt die 1934 geborene Tilli ziemlich genau den Alltag in einer nicht von den Nazis begeisterten, aber aus persönlichen Gründen (ein gehörloser Bruder ist von Sterilisation bedroht) offiziell angepassten Familie. Es treten die typischen Schwierigkeiten auf: Der Vater wird seit seinen...

Ida Bauer – Schwester und „Dora“

Ida ist ein Roman über die historische Ida Bauer, die in Wien 1882 geboren und als „Fall Dora“ in Sigmund Freuds Schriften berühmt wurde als jene Patientin, die die Behandlung nach nur 14 Wochen abbrach und anhand derer Freud das Phänomen der Übertragung beschrieb. Idas Bruder Otto Bauer wiederum war...

Eine einsame Frau macht das Beste aus Gegebenem

Johanna sieht sich nach enttäuschter Liebe gezwungen, einen älteren Kaufmann zu heiraten. Ein gutsituiertes Leben in Danzig beginnt. Erst nach dem Tod des Mannes kann sie ein autonomes Leben führen. Im Athen des Nordens, Weimar, in der Nähe Goethes, entwickelt sich unter ihrer geschickten Hand eine stetige Salongesellschaft. Sie verkehrt...