Fanny ist glücklich, denn heute ist Wettkampftag. Mama und sie selbst, die beiden Wettkämpferinnen, dürfen je drei Disziplinen wählen, Oma ist Schiedsrichterin. Es werden hohe Türme aus Kissen und Staubsaugern gebaut, es wird auf der Blumenbeetumrandung balanciert und mehr oder weniger erfolgreich geschwiegen. Die einzige wichtige Regel: Nicht beleidigt sein...
Wunderbar entschleunigt erzählt Susanne Sommer in ihren Gedichten vom Träumen, vom Sich-Zeit-Nehmen und von der Kunst des Beobachtens. Es sind kleine Geschichten in Reimform, die dazu einladen, sich zurückzulehnen, der Phantasie und den Gedanken freien Lauf zu lassen. Dabei durch bunte Wiesen zu streifen, auf Wolken zu schweben und flauschige...
In der Nacht bevor Mina zum ersten Mal in ihren neuen Kindergarten geht, kann sie kaum schlafen – so viele Bilder sind in ihrem Kopf. Der nächste Tag ist aufregend und überwältigend, Mina kann noch nicht verstehen, was ihre Betreuerin sagt und ist ganz still, um nichts falsch zu machen....
Die 2015 gegründete Zeitschrift „PS – Politisch Schreiben“ wurde 2015 gegründet und widmet sich seither nicht nur der Veröffentlichung von (feministischer) Literatur, sondern nimmt auch deren Produktionsbedingungen und Ausschlussmechanismen in den Blick. Rebecca vom WeiberDiwan hat sich Anfang Mai mit Eva und Jiaspa von der PS-Redaktion getroffen und mit ihnen...
Der Sammelband von Jungwirth und Bauschke-Urban versammelt Beiträge zur Entwicklung des Gleichbehandlungsrechts unter einer transnationalen Perspektive. Die Autor_innen zeichnen Entwicklungen der Diversity Studies nach, die durch diese Rechtsetzungen angestoßen bzw. forciert wurden. Das Buch gibt einen guten Einblick in die unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Qualitäten der Gesetzwerdung in Staaten wie Deutschland,...
Mit viel Leidenschaft reflektieren und theoretisieren die Autor*innen dieses Bandes queer-feministische Projekte vor der Folie des (so genannten) Postsozialismus. Engagiert analysieren sie Pride-Paraden in Estland, Trans-Blogs in Polen, Unterstützungsnetzwerke für russischsprachige LGBTIQ-Geflüchtete in Berlin, nicht lesbisch definierte Lebensgemeinschaften von Frauen* in Russland oder die Inszenierung der ukrainischen queeren Community in...
Anhand von zwei Leitbegriffen entwickelt Dietze ein geschlechtersensibles Instrumentarium, um die Verschränkung zwischen Rechtspopulismus und Antifeminismus zu klären. Der Rechtspopulismus bedient sich sowohl einer ethnosexistischen Konstellation als auch eines sexuellen Exzeptionalismus, um politisch soziale Gruppen mittels des Schürens von Ängsten und Verunsicherung zu vereinnahmen. Während der sexuelle Exzeptionalismus die Funktion...
Seit einigen Jahren tobt im deutschsprachigen Raum der Streit, ob lesbischen Frauen als Verfolgungsopfer des Nationalsozialismus gedacht werden könne. Die Linien der Kontroverse liegen an den Fragen, ob die diesbezügliche Situation von Lesben mit jener von Schwulen verglichen werden könne, auf welche Gebiete und Gesetze der NS-Herrschaft zu welchem Zeitpunkt...
Lara Ledwa hat ihre Abschlussarbeit der Geschichte des „Lesbischen Aktionszentrums Westberlin (LAZ)“ der 1970er Jahre gewidmet, um mit den neugierigen Augen der jungen Lesbe Hintergründe zu verstehen und vergessene Ansätze wieder auszugraben. Aus einer explizit queeren und betont wertschätzenden Perspektive unterzieht sie das Material aus 36 Ordnern aus dem Spinnboden-Archiv...
Können Fälle von Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität als Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) angeklagt werden? Was wie eine Wissensfrage klingt, die mit Ja oder Nein beantwortet werden könne, ist in der Realität eine höchst komplexe Angelegenheit, der Katrin Kappler ihre juristische Dissertation...