Schlagwort: Autobiografie

Lebendige Literaturwissenschaft

Das an persönlichen und zeithistorischen Lebenslinien orientierte Buch von Christa Bürger zeigt die Verwobenheit politischer Konflikte in der und um Wissensproduktion auf. Das Streben nach Textimmanenz etwa wird im zeithistorischen und politischen Kontext erläutert. Der Kampf der 68er Generation wird im Buch bedeutungsgebend und identitätsstiftend beschrieben. Politische und individuelle Konflikte,...

Schönes, Schäbiges und Schwankendes

Es wird Brigitte Kronauer gelegentlich vorgeworfen, ihre Texte ließen den Plot vermissen. Ihr aktuelles Werk „Das Schöne, Schäbige, Schwankende“ trägt vorsorglich den Untertitel „Romangeschichten“ und so ist es auch zu lesen. Ihre Zuneigung gilt Sonderlingen, seltsamen Käuzen, Vögeln und Schönheit in jeder Form. Wie einer ihrer geliebten Vögel pickt sie...

Der Krieg ist nicht aus

Die Autorin entdeckt nach dem Tod die Tagebücher ihrer Mutter. Diese war 1945 auf der Flucht vor der “Roten Armee” überrollt und in ein Lager verschleppt worden. Sie wurde dort festgehalten, weil sie sich Jahre zuvor neunjährig als Deutsche bekannt hatte, mit einer Unterschrift auf einem Fragebogen. Die Autorin kann...

Sei nicht zu traurig Nummer 5001

Xiaolu Guo erzählt rückblickend ihr Heranwachsen in einer von Mao überzeugten Familie im Süden Chinas. Das Buch ist in fünf, auf den Inhalt verweisende Kapitel in Ich-Form erzählt und beschreibt ihr Leben vor allem anhand der Beziehungen, die sie führt oder erlebt. Zuerst in ihrer frühen Kindheit zu ihren Großeltern,...

Ich bin eine Andere

Dilan ist Jesidin. Ihre Eltern fliehen eines Tages mit sechs Kindern aus dem Irak nach Deutschland. Dilan, ihre Mutter und Geschwister kommen gut damit zurecht, leben sich ein und schließen neue FreundInnenschaften. Ihrem Vater bleibt das neue Land jedoch fremd, Gewalt gegenüber seiner Frau wird zum Ventil für Frustrationen. Auch...