Schlagwort: Selbstfindung

Betrachtungen zwischen den Welten

Elisabetta Maiorano ist Anfang 50 und unterrichtet an einem ungewöhnlichen Ort Mathematik: Im Jugendgefängnis Nisida vor der Küste Neapels. Dort taucht sie regelmäßig in eine andere Welt auf der gegenüberliegenden Seite der Gesellschaft ein, die ihre eigenen Regeln und Dynamiken hat. Dort prallt ihr Leben, das nach dem unerwarteten Tod...

Chaos! Eine Selbstfindung am Meer

Rosa reist alleine in die sogenannte Stadt K., einen verschlafenen Ort in Griechenland, idyllisch, aber für die Journalistin Ende Dreißig mit unliebsamen Erinnerungen verknüpft: Hier brach vor Jahren das „Chaos“ über sie herein, das ihr Leben seither entscheidend prägt. Was genau dieses „Chaos“ ist, erfahren wir nach und nach, wie...

Vom Inneren und anderen Äußerlichkeiten

„Die Übermacht des Üblichen“ ist der Titel von Gabriele Treiges Erzählung, in der es tatsächlich genau darum zu gehen scheint. Die Protagonistin versucht sich in diesem assoziativ anmutenden Erzählwerk selbst in ihrer Vergangenheit auszuloten, um sich letztendlich von dieser Person (die sie nun nicht mehr ist) zu lösen. Es wollte...

Frauenkörper & sonstige Unstimmigkeiten

Acht Erzählungen der preisgekrönten Autorin gesammelt in diesem Band. Eine Mischung aus Feminismus, Satire, phantastischem Realismus bis zu bitterbösem Sarkasmus. Muss man mögen. Zum Teil sind die Geschichten sehr unterhaltsam, manchmal aber auch durchaus verstörend. Laut Klappentext fragt die Autorin, wie Frauen in dieser Welt überleben können, wenn ihre Existenzen...

Reiseziel: Vatersuche

Jana begibt sich als junge Frau auf eine Donaukreuzfahrt unter SeniorInnen. Doch sie macht diese Reise nicht, um die Landschaft zu genießen, sondern um ihren Vater kennen zu lernen. Obwohl sie ihre Kindheit und Jugendzeit gut ohne ihn überstanden hat – mit einer Mutter, die ihr gleichzeitig ein guter Vater...

Reise zum Ich

Eine junge Lehrerin pendelt täglich mit dem Zug in eine nahegelegene Stadt, um zu ihrer ersten Arbeitsstelle zu gelangen. Vieles ist in ihrem Leben im Umbruch, die neue Rolle als Lehrende, nicht sehr viel älter als ihre Schüler*innen, es passt noch nicht. Nicht so ganz passt auch die Affäre zu...

Aufbruch zu sich selbst

Sie ist jung, lebt am Land und ihre – aller Voraussicht nach kleinbürgerliche – Zukunft scheint vorgezeichnet. Isa Erlinger ist Kindergärtnerin mit nettem Freund, der ans Hausbauen denkt. Das zufällige Zusammentreffen mit einer zukünftigen Selbstmörderin führt zu schicksalhaften Begegnungen mit zwei weiteren Frauen: mit der lebendigen Zora und der geheimnisvollen...

Unbekannt, ungewohnt, unglaublich, untragbar …

Eine bizarre Geschichte über fünf Protagonist*innen – zwei Erwachsene plus Teenagerin, Baby und Hund, die in mehr oder minder enger, auf jeden Fall aber verworrenen Beziehung zueinander stehen. Hier passieren auf unaufgeregte Weise Dinge, die so eigentlich gar nicht passieren können, dürfen und/oder sollen. In sich ist die Geschichte geschlossen...

Abnabelung

Die 25jährige Kulturanthropologin Sofia Papastergiadis begleitet ihre Mutter Rose von Yorkshire nach Almeria, wo diese sich mit ihren Ersparnissen in eine Klinik begibt. Rose leidet an massiven Gehproblemen, der Klinikleiter Dr. Gomez ist ihre letzte Hoffnung. Er soll sie heilen, aber sie zweifelt sehr bald an dessen Behandlungsmethoden, da dieser...

Ein Leben als Frau

Die Historikerin Sabine Weigand schreibt in dieser Erzählung gemeinsam mit der heute 85-jährigen Helga F. deren Leben autobiografisch nieder. Helga aus Nürnberg war 1936 bei ihrer Geburt als Mann klassifiziert worden, was aber bereits als Kind nicht für sie passte. Das Buch mit dem Foto von Helga im Jahr 1969...