Autor: m l

Mach mal Pause

Mal wieder gestresst von einem Termin zum nächsten gerannt? Das Gefühl, nicht gut, schön oder erfolgreich genug zu sein? Keine Zeit für sich selbst, aber immer für alle anderen da? – Gerade an Frauen* werden in einer patriarchal geprägten, kapitalistischen Gesellschaft mannigfache Anforderungen herangetragen: Sie sollen am besten gleichzeitig Karriere...

Es zählt die Gegenwart!

Die bekannte deutsche Autorin Esther Kinsky beweist in ihren philosophischen Gedankenspielen zum Begriff Hoffnung, wie fragil dieser ist. Zunächst reflektiert sie über die Zeit, als sie beim Jewish Refugee Comitee in London mit Recherchen im Auftrag von Angehörigen nach verschwundenen Verwandten beschäftigt ist und zeitgleich ihr Vater im Sterben liegt....

Zwischen Licht und Schatten

Ganz durch einen Zufall stieß Françoise Rétif auf das Werk von Ingeborg Bachmann. Sie war fasziniert, ergriffen, ihre Worte ließen sie nicht mehr so schnell los. „Ich nahm in ihrem Werk intuitiv etwas Grundlegendes wahr, eine Authentizität und ein Leiden, das mich zutiefst berührte.“ Als Literaturwissenschaftlerin geht sie der Wahrheit,...

„In this place, you can´t ask why“

Seit mehr als 10 Jahren dokumentiert die Fotojournalistin Sarah Stacke den Alltag einiger Frauen und ihrer Familien in Manenberg, einem Vorort von Kapstadt. Das Viertel wird tendenziell mit Drogen-, Waffen- oder Bandenkriminalität assoziiert und ist abseits davon wenig sichtbar. Aufmerksamkeit von staatlichen Behörden oder mediale Berichterstattung gibt es nur dann,...

Sich selber treu bleiben!

In der vorliegenden Autobiografie der Feministin Erica Fischer resümiert diese offen über die wichtigsten Etappen ihres Lebens. Einschneidende Erlebnisse, wie die Emigration ihrer Eltern nach England und nach Kriegsende 1948 die Rückkehr nach Wien, die von der jüdischen Mutter an sich nicht gewünscht war, und der Freitod ihres durch die...

Lesben Diskriminierung

Die bekannte feministische Sprachwissenschaftlerin Luise F. Pusch ist 1944 geboren. In ihrer Autobiografie, die sich auf ihre Kindheits- und Jugenderlebnisse bezieht, beschreibt sie anschaulich, wie schwierig es für sie war, ihre lesbischen Gefühle zuzulassen. Ihre Zuneigung zu anderen Mädchen, später zu jungen Frauen, war geprägt von Geheimnissen und Entbehrungen, da...

Ein Leben für den Verlag

Hanna Mittelstädt beschreibt in ihrem Buch die Geschichte des legendären Nautilusverlages, dessen Mitbegründerin sie war. Aus einem Kreis anarchistischer Aktivist:innen entstanden und ursprünglich gar nicht als Verlag konzipiert, begannen Anfang der 70er Jahre im Sog der revolutionären Aufbruchstimmung dieser Zeit Hanna Mittelstädt, Lutz Schulenburg und Pierre Gallissaieres, die zwölf Ausgaben...

Alleinerziehend im Nachkriegsburgenland

Jede Biografie wird von den gesellschaftlichen Umständen beeinflusst, die die jeweiligen Protagonistinnen umgeben und erzählt so auch von historischen Ereignissen und politischen Veränderungen. Auch das Leben der Burgenländerin Katharina Paflik (1910-1998) war von den großen Umwälzungen des 20. Jahrhunderts bestimmt. Als Tochter einer kinderreichen Familie, die sich mit Subsistenzwirtschaft und...

Erinnerung an eine oft Vergessene

Eine erfrischende Biografie über Alexandra Kollontai mit Hinweisen auf Originalquellen und immer wieder Parallelen zu heutigen Kämpfen. Das Denken und der Kampf der „Revolutionärin, Diplomatin und ersten Ministerin der Moderne“ sowie zweimaligen Anwärterin auf den Friedensnobelpreis, ihre weitreichenden, revolutionären Vorstellungen von Selbstbestimmung, sexueller Freiheit, Frauenemanzipation und Umgestaltung von Familienstrukturen und...

Eine Standhafte

Anita Leocádia Prestes, die Tochter der Antifaschistin und Kommunistin Olga Benario, schreibt eine biografische Annäherung an ihre Mutter. Anita wurde im Frauengefängnis Barnimstraße geboren und entkam den Nazis lebend. Sie hatte das Glück, dass ihre Großmutter und ihre Tante unermüdlich für ihre Freilassung kämpften und dass eine internationale Kampagne Druck...