Kategorie: Belletristik

Lang lebe der Vorsitzende Mao

Drei Generationen von Musiker*innen werden durch die jüngere Geschichte der Volksrepublik China begleitet: Aufstieg von Mao, Kulturrevolution und die Proteste am Tian’anmen-Platz. Gerahmt, reflektiert und von außen betrachtet werden die Schicksale der verschiedenen Familienmitglieder von Marie alias Li Ling. Marie ist die Tochter eines nach dem Tod von Mao nach...

Von Messie-Autor_innen & Enge am Badesee

In der Wohnung einer in die Jahre gekommenen russischen Prinzessin und eines italienischen Generals stapeln sich die Kostbarkeiten, der Kaffee muss jedoch im Stehen getrunken werden – keine freie Sitzgelegenheit. Voll geräumte Kellerabteile, ein altes Schloss aus dem 17. Jahrhundert, die U-Bahn in Tokyo oder das Basislager am Mount Everest...

Das Abziehbild

Junge Georgier*innen, die in Amsterdam, einer Stadt ohne Vorhänge an den Fenstern, in der Drogen legal sind, versuchen, sich ihre Existenzen aufzubauen. Sie sind dem krisen- und kriegsgeschüttelten Georgien entflohen. Astamur, Ornithologe, ist dem Vogelzug der Nachtigallen aus dem iranischen Isfahan auf der Spur. Und sich selbst. Seit seiner frühen...

Bosporus ohne Romantik

Seit ihrem Studium in Deutschland arbeitet Fatma, eine Kurdin aus Mittel-anatolien, bei einem niederländischen Konzern. Als ihr Arbeitsplatz einer Umstrukturierung zum Opfer fällt, nutzt sie die Gelegenheit, sich einen lang gehegten Traum zu erfüllen und nach Istanbul zu ziehen. Entstanden ist die Idee auf einer ihrer Dienstreisen, da war sie...

Es ist nie zu spät

Es ist die Geschichte einer späten Emanzipation einer 84-Jährigen. Drei Handlungen fügen sich zu einem Leben. Quendulin, die Erbin einer Papierfabrikantenvilla, wohnt mit Thea, die 15 Jahre jünger ist, zusammen. Quendulins verschollener Sohn wird in der Stadt gesichtet. Theas dominante Reaktion löst in Quendulin ein ihr wohlbekanntes Gefühl aus. Immer...

Aneinander gekettet

Ein kleines Dorf im von Mangel und Armut geprägten postsowjetischen Georgien. Versteckt vor den Augen der Öffentlichkeit zieht eine pensionierte Lehrerin ihre Enkelkinder auf: siamesische Zwillinge. Dem Tod der Großmutter folgt ein Hochwasser. Die beiden werden aus ihrem verhassten, aber behüteten Versteck fortgeschwemmt und finden sich in einem kargen Krankenhaus...

Wir stehen unter Schöpfung

Christine Pitzke erzählt uns in Fragmenten die Geschichte verschiedenster Menschen, welche sich um einen Turm, das dort stattgefundene Unglück, sowie den scheinbar verschwundenen Dieter und seiner Suche nach seinen Wurzeln in Amerika ranken. Es entsteht ein bunter Teppich von Eindrücken und Fragmenten aus den verschiedenen Leben: Berger, der nicht nur...

Menschen verlieren, Menschen gewinnen

Evita Grecos Debütroman erzählt die Geschichte von Ada. Von ihrer Mutter als Dreijährige verlassen, wächst sie bei ihrer geliebten Großmutter Teresa auf. Als diese ins Krankenhaus kommt, sieht die mittlerweile erwachsene Ada schwierigen Zeiten entgegen. Die Besuche im Krankenhaus werden zu ihrem Lebensmittelpunkt. Dort lernt sie in der Cafeteria den...

Biografie als Selbstaussage

Nach dem Erfolg mit dem beeindruckenden Buch „Drei starke Frauen“ hat Marie NDiaye nun ein neues Werk vorgelegt: „Die Chefin. Roman einer Köchin“. Diesmal widmet sie sich einer einzelnen Frau, wieder einer Persönlichkeit, die sich nicht einfach einpasst in gesellschaftliche Erwartungen, die Risiken aufnimmt und ungefällig an ihren Zielen festhält....

Attentate

Der dystopische Roman von Juli Zeh spielt im Jahr 2025 in Deutschland und ist gleichzeitig erschreckend nah an heutigen Verhältnissen: Leicht erkenntlich haben wir es darin mit der AfD und dem sogenannten IS zu tun, Merkel hat abgedankt und Trump regiert die USA noch immer. Hauptprotagonistin Britta lebt mit Ehemann...