Ganz normale Nazis
Helga Glantschnigs ausgezeichnetem Buch gelingt durch die distanzierte Erzählhaltung ein Porträt, das wahrscheinlich viel mit anderen Biografien von ZeitzeugInnen teilt. In der Einführung vor dem Original-Tagebuchtext ihrer Mutter beobachtet sie aus einer analytischen Perspektive, die nie in eine moralische Wertung verfällt. Mit simplen Daten und sachlichem Stil zeichnet sie ein...
