Kategorie: Romane

Fressen und gefressen werden

Marco ist ein einsamer Mann, nachdem ihn seine Frau nach dem plötzlichen Tod des gemeinsamen Kindes verlassen hat. Er arbeitet auf einem Schlachthof, damit er für die Pflege seines Vaters aufkommen kann. Im Roman von Agustina Bazterrica sind die Tiere weltweit von einem Virus befallen, der sie für die Menschen...

Capitalism kills

Eine kleine Bande von Straßenkindern bricht in Häuser und Wohnungen von reichen Bewohner*innen Buenos Aires‘ ein. Ihr Erfolgskonzept: keine Spuren hinterlassen und von allem immer nur ein bisschen mitnehmen. Die Bewohner*innen der beraubten Häuser und Wohnungen bemerken oft erst Wochen später, dass bestimmte Stücke im Haushalt fehlen. Nie erwischt werden...

Haben oder Sein?

Das ist die Frage in diesem visionären Roman! Möchte jemand, egal, wo er sich auf der Welt befindet, einen elektronischen Kentuki in der eigenen Wohnung haben? Oder will jemand mittels eines Computers über eine IP-Adresse ein Kentuki mit Kamera sein und sich als Maulwurf, Drache, Kaninchen, Rabe oder Pandabär in...

(K)eine Insel

Ein Mädchen auf der kleinen Insel Pate vor Kenia wählt sich einen Vater. Ihre Mutter, Tochter einer wohlhabenden Familie, ist mit einem ledigen Kind von ihrem Studienaufenthalt in der Hauptstadt zurückgekehrt. Von der Dorfgemeinschaft verachtet, züchtet sie Blumen und Kräuter, um mit Schönheitsbehandlungen sich und ihre Tochter zu ernähren. Die...

Eine schwierige Entscheidung

Die in Tokio lebende Natsuko pflegt Kontakt zu ihrer Schwester und deren pubertierender Tochter, ansonsten lebt sie isoliert in bescheidenen Verhältnissen. Sie kann das schwierige Verhältnis zwischen ihrer Schwester und deren Tochter nicht einordnen, da beide eher nebeneinander als miteinander leben. Keine hat das Gespür zu verstehen, um was es...

Der gültige Wahn namens Norm

Wer will schon normal sein? Welche Rollen und Klischees lassen Spielraum? In einer Art innerem Dialog lässt Judith Zander LeserInnen ihres zweiten Romans an den Versuchen von Johnny teilhaben, sich den Einschränkungen einer dogmatischen Realität zu entziehen. Uneindeutig bleibt zunächst, ob Johnny eine Frau oder ein Mann ist – sein...

Märchenhaft – schrill – atemlos

Das literarische Debut von Helena Adler ist unfassbar, beinahe unbeschreiblich großartig. Wie ein postmodernes Märchen bricht die Geschichte der rotzfrechen Infantin über die Leserin herein und lässt das kleine Mädchen durch kreative Wortschöpfungen, leb- und bildhafte Sprache auferstehen. Mal will man die Protagonistin an die Hand nehmen, dann wieder voller...

Reise zum Ich

Eine junge Lehrerin pendelt täglich mit dem Zug in eine nahegelegene Stadt, um zu ihrer ersten Arbeitsstelle zu gelangen. Vieles ist in ihrem Leben im Umbruch, die neue Rolle als Lehrende, nicht sehr viel älter als ihre Schüler*innen, es passt noch nicht. Nicht so ganz passt auch die Affäre zu...

Eine unsichtbare Insel – ein Niemandsland!

Travniceks neuer Roman ist ein modernes Großstadtmärchen. Es geht um Straßenkinder, deren Angehörige sie an Menschenhändler verkauft haben, weil sie sich selbst in einer desolaten prekären Lebenssituation befinden. Feenstaub ist die Droge, die die Kinder brauchen, um ihr hartes Los zu ertragen, um fliegen zu können. Sie arbeiten als Taschendiebe...

Ausgebüchst

Fanni führt ein ordentliches Leben: Lohnarbeit, Ehe, Mutter-Sein, Haus mit Garten. Doch irgendwann geht sich das alles nicht mehr aus – Fanni ist unglücklich. Statt zum Erstgespräch der Therapie zu fahren, die sie beginnen soll, um einen schweren Schicksalsschlag zu verarbeiten, fährt sie einfach weiter. Die Leser*innen begleiten Fanni nach...